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Nachts da krachts
Es ist Sommer, die Sonne steht in voller Pracht am Himmel und brennt mit 30 Grad. Kein Wind und so gut wie keine Wolken machen uns das Angeln am Tage nicht gerade zum Vergnügen, sondern eher zur Qual.
Bei solch einem Wetter sollte mann als Raubfischangler eher zu hause bleiben und ins Freibad gehen, denn die Chancen in so einer Hitze erfolgreich zu sein sind sehr gering. Möchte mann aber trotzdem sein Glück versuchen, sollte man sich auf die einzige Zeit beschränken in der die Hechte bei solch extremen Temperaturen fressen.
Unterscheiden sollte mann jedoch, welche Größe man fangen möchte. Kleine bis mittlere Hechte beissen immer mal wieder auch bei solchen Temperaturen, die Großen jedoch fressen dagegen fast garnichts mehr so bald das Wasser zu warm wird . Also beschränken wir uns doch im Hochsommer auf die Zeit, die die besten Chancen verspricht, die Nacht.
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Bei mir zu hause am Fluss, kommt aber noch ein anderer Faktor hinzu.
Sehr sehr hoher Angeldruck, viel zu hoch für diesen kleinen Fluss.
Wer hier dauerhaft Erfolgreich sein will braucht schon verdammt starke Nerven und Geduld.
An solchen Gewässern mit sehr sehr hohem Angeldruck merken die großen Hechte recht schnell was Sache ist und stellen sich um, und zwar genau auf die Zeit wo sie am wenigsten schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Das gleiche gilt zb an Baggerseen mit Badebetrieb. Auch diese sind in Ostwestfahlen sehr häufig. Es sei aber dazu gesagt das wir jetzt nicht jeden Abend einen Hecht fangen, manchmal gehen wir etliche male ohne einen einzigen Biss nach hause.
Die größe der von uns gefangenen Fische war jedoch immer über dem Durchschnit.
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Der 3. Faktor sind die Brut und Kleinfische, Tagsüber bevölkern sie die Uferbereiche und verstecken sich in Seerosen und Kraut.
Abends jedoch kann mann sich dies zu nutze machen in dem man Stellen mit Beleuchtung am Ufer sucht.
Im Lichtkegel der auf das Wasser fällt sammeln sich Insekten und fallen ab und an aufs Wasser wo die Brutfische warten.
Quasi jeden Abend aufs neue ein reich gedeckter Tisch für Hecht und Zander.
Die besten Resultate brachten jedoch Vollmond Nächte, ich denke es liegt daran das sich die Fischsiluetten zur Wasseroberfläche abheben und der Hecht und Zander seine Beute besser sieht.
Wer seine Köderfische pimpen möchte kann dies mit Mini Knicklichtern vor dem Haken machen auch dies brachte gute Ergebnisse.
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Als Angelstellen wähle ich also beleuchtete Uferbereiche , Seerosen oder Krautfelder am Rand oder schattige Bereiche wie zb. unter Brücken.
Manche Brücken sind Ideal da die Wege die unter Ihnen durch führen zt. beleuchtet sind und immer ein bischen Licht auf den Uferbereich fällt.
Nachts fischen wir dann genau vor dem Rand an der Kante mit 8m langen Stellfischruten oder mit 2 Karpfenruten bestückt mit U-Posen Paternoster direkt vor Seerosenfeldern.
Die Beisszeiten sind in vielen Gewässern sehr verschieden, bei uns zb. ist die Zeit 1St vor Dämmerung bis 2St nach Dämmerung die beste.
Aber auch die Zeit bis 2 Stunden nach Sonnenaufgang bringt den ein oder anderen Fisch. Folglich haben wir bei den extrem kurzen Nächten im Hochsommer eine sehr sehr kurze erflogversprechende Beisszeit.
Wer jetzt merkt das er ähnliche Faktoren hat wie wir, der sollte es wirklich öfters mal probieren. Wir wünsche viel Erfolg.
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