Deadbaiting 

Deadbaiting ist die geläufige englische Bezeichnung für das moderne Hechtangeln

mit Köderfischen oder Fischstücken.

  In den frühen 80iger Jahren schwappte fast zeitgleich, wie das moderne Karpfenangeln, das Deadbaiting aus England über den großen Teich.Neben ein paar Artikeln in deutschen Fachzeitschriften, folgten auch bald die ersten VHS Filme mit Des Taylor und Mick Brown. Diese Angelart konnte sich aber nach anfänglicher Begeisterung nie wirklich in Deutschland durchsetzen. Der Grund hierfür liegt am Misstrauen der deutschen Angler gegenüber dem toten Köderfisch und vor allem gegenüber Meeresfischen. Ein weiterer Punkt sind die im Vergleich zu Holland oder England schlechten Hechtbestände. Durch jahrelanges Catch & Release entwickelten sich in diesen Ländern gesunde Hechtbestände mit einer entsprechend hohen Dichte an großen Fischen.Dies wurde auch in den Filmen gezeigt, in denen sehr viele große Hechte gefangen wurden.Folglich dachten viele Angler damals, das es mit Meeresfischen hier zu lande genauso funktioniert und ein großer Hecht nach dem anderen in den Kescher wandert.Die Realität sah aber so aus, das die meisten Angler an ihren Gewässern nichts fingen oder nur sehr wenig und nach ein paar Versuchen aufgaben.Hätten wir noch den Vergleich zwischen toten und lebenden Köderfischen kennen gelernt, wäre es bei uns bestimmt genauso gewesen. Um erfolgreich mit Köderfischen zu angeln muss man seinen Gegner und sein Verhalten genau kennen.Man muss lernen wann es sich lohnt mit Köderfischen zu angeln und wann nicht.Man muss sein Gewässer genau studieren um die Plätze zu finden, an denen die Fische sich regelmäßig aufhalten und wann die Fische fressen.Hierbei spielen Jahreszeit, Temperatur und Luftdruck eine große Rolle. Die Hauptsaison für das moderne Hechtangeln mit Köderfisch ist der Herbst und Winter.Das Wasser wird kälter, der Stoffwechsel der Fische sinkt und der Hecht wird aus Energiespargründen vom Jäger zum Sammler.Wogegen der Hecht im Sommer überall im Gewässer reichlich Nahrung fand, muss er sich mit sinkenden Wassertemperaturen aktiv auf Nahrungssuche begeben.Die sinkenden Wassertemperaturen signalisieren dem Fisch auch die bevorstehende Laichzeit, wofür Er sich auch seinen Winterspeck zulegen muss.Diese Punkte macht man sich beim Deadbaiten zu nutze.Ab einer Wassertemperatur von 10 Grad kommen dann Meeresfische zum Einsatz, die durch ihren hohen Fettgehalt und intensiven Geruch einen extrem fängigen Köder mit hoher Lockwirkung darstellen.Es ist sogar möglich, Hechte durch intensives Vorfüttern mit Stücken von Meeresfischen an einen Platz zu gewöhnen und zu binden.Mit der richtigen Taktik, der richtigen Stelle und dem richtigen Wetter, kann man so im Herbst und Winter wahre Sternstunden erleben. An den Grundmontagen, die seit den frühen 80er Jahren bestehen, hat sich bis heute nicht viel geändert.Die Angelindustrie hat allerdings dazu beigetragen, diese Montagen zu verfeinern, was es folglich einfacher macht auch extrem vorsichtige alte Fische zu überlisten.Das Tackle zum Deadbaiten unterscheidet sich fast kaum noch von dem eines modernen Karpfenanglers, da die Angelart fast gleich ist.Einzig und allein die Montagen lassen in den meisten Fällen erst den Unterschied erkennen.
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